Was sich verändert hat
Generative KI schreibt in Sekunden eine Mail, die klingt wie aus der eigenen Buchhaltung. Sie greift Namen, Projekte und Tonfall aus öffentlich verfügbaren Informationen auf. Das BSI hat bereits 2024 festgestellt, dass KI vor allem Social Engineering erleichtert: Angriffe werden schneller, zahlreicher und überzeugender.
Woran Sie Phishing heute erkennen
Nicht mehr an Fehlern, sondern am Muster:
- Ungewöhnlicher Weg: Eine Bitte, die sonst nie per Mail kommt, etwa eine geänderte Bankverbindung.
- Zeitdruck: „Heute noch“, „vor dem Termin“, „bitte diskret“.
- Abweichende Absender und Links: Die Adresse sieht fast richtig aus, der Link führt woandershin.
- Anhänge, die man nicht erwartet: Rechnungen, Lieferscheine, Bewerbungen.
Was wirklich schützt
- 1Zweiter Kanal bei Geld und Zugangsdaten: Jede Änderung von Bankdaten oder jede Bitte um Passwörter wird telefonisch über eine bekannte Nummer bestätigt.
- 2Mehr-Faktor-Anmeldung: Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr.
- 3Filter und getrennte Netze: Gute Mailfilter fangen viel ab, und getrennte Netze begrenzen den Schaden, wenn doch etwas durchrutscht.
- 4Schulung mit echten Beispielen: Wer ein paar aktuelle Muster gesehen hat, klickt seltener.
Fazit
Technik allein hält KI-Phishing nicht auf, Aufmerksamkeit allein auch nicht. Es braucht beides, und klare Regeln, die niemandem peinlich sind: Nachfragen ist erlaubt.
