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RAID 0 bis 60: Welches RAID-Level wofür?

RAID verteilt Daten auf mehrere Laufwerke, für mehr Tempo, mehr Ausfallsicherheit oder beides. Welche Stufe wofür passt, was sie an Kapazität kostet und warum RAID kein Backup ist.

Redaktion 8SolutionsWissen aus der PraxisErschienen am 20. März 2023, überarbeitet im Oktober 20264 Min. Lesezeit
Auf einen BlickDas Wichtigste in drei Sätzen
  1. RAID schützt vor dem Ausfall einzelner Laufwerke.
  2. RAID 10 für Datenbanken, RAID 6 für große Festplatten.
  3. RAID ersetzt keine Sicherung.
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Die wichtigsten RAID-Level

  • RAID 0 verteilt Daten ohne Redundanz auf mehrere Laufwerke. Schnell, aber fällt ein Laufwerk aus, sind alle Daten weg. Nur für Daten, die auch woanders liegen.
  • RAID 1 spiegelt zwei Laufwerke. Fällt eines aus, läuft das andere weiter. Lesen kann schneller werden, nutzbar ist die Hälfte der Kapazität.
  • RAID 5 verteilt Daten und Prüfinformationen auf mindestens drei Laufwerke und übersteht den Ausfall eines Laufwerks. Bei großen Festplatten dauert der Wiederaufbau lange, und in dieser Zeit ist das System ungeschützt.
  • RAID 6 arbeitet wie RAID 5, aber mit doppelten Prüfinformationen. Mindestens vier Laufwerke, zwei dürfen gleichzeitig ausfallen.
  • RAID 10 kombiniert Spiegelung und Verteilung. Mindestens vier Laufwerke, sehr gute Schreib- und Leseleistung, nutzbar ist die Hälfte.
  • RAID 50 und 60 verbinden mehrere RAID-5- oder RAID-6-Gruppen. Sinnvoll bei vielen Laufwerken, wenn Kapazität und Leistung zugleich zählen.

RAID 3 mit einem eigenen Laufwerk nur für die Prüfinformationen spielt heute praktisch keine Rolle mehr.

Nutzbarer Platz, ein BeispielAcht Laufwerke mit je 4 TB, zusammen 32 TB
28 TBRAID 5: ein Laufwerk darf ausfallen
24 TBRAID 6: zwei dürfen ausfallen
16 TBRAID 10: eines je Paar darf ausfallen
Vereinfacht, ohne Dateisystem und Reserven.

Was wofür passt

  • Datenbanken und virtuelle Maschinen: RAID 10, wegen der Schreibleistung.
  • Dateiserver und Sicherungsziele mit großen Festplatten: RAID 6.
  • Kleine Server mit zwei Laufwerken: RAID 1.
  • RAID 5: nur mit kleineren, schnellen SSDs. Bei großen Festplatten ist das Risiko beim Wiederaufbau zu hoch.

RAID ist kein Backup

RAID schützt vor dem Ausfall eines Laufwerks. Es schützt nicht vor gelöschten Dateien, Verschlüsselungstrojanern, Fehlern in der Software, Brand oder Diebstahl. Was auf einem Laufwerk gelöscht wird, ist auf allen gelöscht. Deshalb gehört zu jedem RAID eine Sicherung nach der 3-2-1-Regel.

RAIDFestplattenAusfallsicherheitBackup

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