Definition
Ein Domain Controller ist ein Server, der in einem Windows-Netzwerk Anmeldungen und Rechte verwaltet. Er stellt das Active Directory bereit, das Verzeichnis aller Benutzer, Computer und Gruppen. Meldet sich jemand an einem Rechner der Domäne an, prüft der Domain Controller Benutzername und Passwort und entscheidet, worauf die Person zugreifen darf.
Was er übernimmt
- Anmeldung: Eine zentrale Prüfung für alle Rechner und viele Anwendungen.
- Rechte: Wer welche Ordner, Drucker und Programme nutzen darf, wird an einer Stelle gepflegt.
- Richtlinien: Über Gruppenrichtlinien werden Einstellungen wie Bildschirmsperre, Updates oder Netzlaufwerke zentral verteilt.
- Namen und Zeit: Meist laufen auf ihm auch DNS und der Zeitdienst, ohne die Anmeldungen nicht funktionieren.
Warum es mindestens zwei sein sollten
Fällt der einzige Domain Controller aus, kann sich niemand mehr anmelden, und viele Dienste stehen still. Deshalb arbeiten in Unternehmen mindestens zwei, die sich laufend abgleichen. Fällt einer aus, übernimmt der andere.
Worauf es bei der Sicherheit ankommt
- Eigene Administratorkonten: Mit Domänen-Admin-Rechten wird nur administriert, nicht gesurft oder gemailt.
- Updates: Domain Controller gehören zu den ersten Systemen im Patchplan.
- Sicherung: Das Active Directory wird regelmäßig gesichert, und die Wiederherstellung ist geübt.
- Überwachung: Fehlgeschlagene Anmeldungen und Änderungen an wichtigen Gruppen fallen auf.
Domain Controller und Cloud
Viele Unternehmen nutzen zusätzlich Microsoft Entra ID, früher Azure AD, für Microsoft 365. Beide Verzeichnisse lassen sich abgleichen. Ein Domain Controller kann auch selbst in der Cloud laufen, etwa als virtueller Server in unserem Rechenzentrum, für Arbeitsplätze, die ohnehin dort laufen.
